Liebe
Kolleginnen und Kollegen,
ein
ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – wir haben durch die Verstärkung
unseres Beratungsteams so viele Gremien zu so vielen unterschiedlichen
Themen beraten wie noch nie in der Geschichte der DTB. Wir hatten eine tolle
Tagung im November mit wieder über 100 Personal- und Betriebsräten. Nun
ist es an der Zeit, innezuhalten und Kraft zu tanken für das Jahr
2025!
Wir
wünschen Euch eine besinnliche Weihnachtszeit, erholsame Feiertage und
einen guten Start ins neue Jahr!
Im
Jahr 2025 wartet einiges im Bereich Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und
Datenschutz auf die Gremien! Teile der KI-Verordnung treten im Februar bereits
in Kraft. Im November 2025 wartet das 20jährige Jubiläum des Technologieforums
in Berlin auf uns – reserviert Euch Plätze und feiert mit!
Mit diesem
letzten Newsletter in 2024 wollen wir Euch über diese Entwicklungen
informieren! Bei den Datenschutz -und Technologiethemen können wir Euch in
vielen Bereichen Hilfestellungen über Seminare und unsere Beratung an die Hand
geben. Wenn Ihr aktuell bei Euren Themen Unterstützung
braucht, dann meldet Euch hier
Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team
der DTB!
SAP®-Datenverarbeitung: Verantwortung
und Pflichten des Betriebsrats
In vielen Dienststellen und Konzernen
werden die SAP®-Systeme auf HAN umgestellt und damit modernisiert. Das gilt es als
Gremium, kritisch zu begleiten. Um dies zu gewährleisten, muss der Betriebsrat
folgende Schritte unternehmen:
- Prüfung der Systems und
der eingesetzten Module: Vor der Einführung oder Änderung von
SAP®-Systemen ist der Betriebsrat gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG
einzubeziehen. Er muss sicherstellen, dass diese Systeme weder die
Persönlichkeitsrechte der Mitarbeitenden verletzen noch eine übermäßige
Kontrolle ermöglichen.
- Kontrolle
der Datenverarbeitungsprozesse: Der Betriebsrat hat regelmäßig
die Verarbeitung personenbezogener Daten zu überprüfen. Dabei gilt es,
sicherzustellen, dass die erhobenen Daten den Grundsätzen der
Datenminimierung und Zweckbindung entsprechen.
- Einhaltung
der Datenschutzgesetze: Der Betriebsrat muss darauf achten, dass
die Verarbeitung der Mitarbeitendendaten den Vorgaben der DSGVO, des BDSG
und weiterer relevanter Datenschutzregelungen entspricht. Dazu gehört
insbesondere die Kontrolle, ob technische und organisatorische Maßnahmen zum
Schutz der Daten getroffen wurden.
- Einblick
in technische Dokumentationen: Der Betriebsrat hat das Recht,
sich über die Funktionsweise der SAP®-Systeme zu informieren. Er sollte
technische Beschreibungen und Prozessabläufe einsehen, um mögliche Risiken
zu identifizieren.
- Aushandlung
von Betriebsvereinbarungen: Um den Umgang mit personenbezogenen
Daten zu regeln, ist es die Aufgabe des Betriebsrats, verbindliche
Betriebsvereinbarungen mit der Geschäftsleitung zu verhandeln. Diese müssen
klare Regeln zu Datenzugriff, Speicherdauer und Kontrollmechanismen
enthalten.
- Schulung
und Weiterbildung: Der Betriebsrat sollte sich regelmäßig zu
Themen wie Datenschutz, SAP®-Systeme und technischen Neuerungen schulen
lassen, um kompetent agieren zu können.
- Regelmäßige
Überwachung: Der Betriebsrat muss kontinuierlich überprüfen, ob
die vereinbarten Regeln eingehalten werden, beispielsweise durch Audits oder
die Zusammenarbeit mit dem Datenschutzbeauftragten.
Durch diese Maßnahmen trägt der
Betriebsrat entscheidend dazu bei, die Interessen der Mitarbeitenden zu wahren
und eine rechtskonforme sowie transparente Datenverarbeitung im Unternehmen
sicherzustellen.Dazu berät die DTB seit vielen Jahren und bietet
auch entsprechende Inhaus-Seminare und Weiterbildungen:
ChatGPT für
Betriebsräte?
Mattias Ruchhöft schreibt in der AiB-Sonderausgabe 12/2024,
dass ChatGPT und ähnliche KI-Tools Personal- und Betriebsräten wertvolle
Unterstützung bei Routineaufgaben wie Recherche, Textzusammenfassungen und dem
Verfassen von Anschreiben bietet. Sie sparen Zeit, erleichtern die Kommunikation
und ermöglichen es den Gremien, sich auf strategische Themen zu konzentrieren.
Besonders hilfreich ist die Fähigkeit, komplexe Informationen klar und
verständlich aufzubereiten. Microsoft Copilot, eine Integration von ChatGPT,
bietet zusätzliche Vorteile durch die Bereitstellung von Quellenlinks, die die
Überprüfung der Ergebnisse erleichtern.
Dennoch gibt es Risiken,
insbesondere im Bereich des Datenschutzes. Die kostenlose Version von ChatGPT
sollte nicht für sensible oder personenbezogene Daten genutzt werden, da
Eingaben zum Training des Modells verwendet werden könnten. Zudem können
generierte Inhalte fehlerhaft oder unvollständig sein („Halluzinationen“). Für
eine sichere Nutzung wird der Einsatz kostenpflichtiger Versionen empfohlen, die
den Datenschutz gewährleisten. Schulungen und klare Nutzungsregeln im Gremium
helfen, Risiken zu minimieren. KI-Tools können somit ein wertvolles Hilfsmittel
sein, ersetzen jedoch nicht die menschliche Interaktion und die politische
Willensbildung, die Kernaufgaben der Gremienarbeit bleiben. die politische Willensbildung, die Kernaufgaben der
Gremienarbeit bleiben.
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zum Artikel (Abo notwendig)
Die KI-Verordnung tritt in mehreren Stufen in Kraft. Daraus
ergeben sich vielfältige Aufgaben für die Interessensvertretungen und
Arbeitgeberinnen. Zudem stellen sich Fragen, beim Einsatz von KI im Hinblick auf
die Mitbestimmung.
Das passende Seminar findet Ihr hier:
Betriebsrat und Datenschutz: So gelingt die Kontrolle
moderner IT-Lösungen
Der Betriebsrat hat die Aufgabe, darüber zu wachen, dass
alle geltenden Vorschriften, Gesetze und Vereinbarungen im Interesse der
Arbeitnehmer eingehalten werden, wie es das Betriebsverfassungsgesetz vorsieht.
Doch wie gestaltet sich diese Überwachung speziell bei der Nutzung von Cloud-
und IT-Systemen im Unternehmen? Hierbei unterstützt ein Datenschutz-Audit die
Arbeitnehmervertretung, indem es ihnen durch die Zusammenarbeit mit der
IT-Administration oder durch eigene Leseberechtigungen Einblicke in die
Systemeinstellungen, Berechtigungskonzepte und Reports ermöglicht. So lassen
sich etwaige Systemveränderungen frühzeitig erkennen und entsprechend an die
bestehenden Regelungen anpassen oder durch neue Vereinbarungen ergänzen.
Die passenden
Seminare gibt es hier:
Digitaler
Stress: Stressfaktoren im Betrieb erkennen und reduzieren –
ein Seminar in Zusammenarbeit mit der Arbeit und Lernen Detmold GmbH
Die zunehmende Nutzung von Tools wie Teams oder Zoom
fördert eine dezentralere und mobilere Arbeitsweise, wodurch sich
Kommunikationsformen, Zusammenarbeit und Arbeitstempo verändern. Während
Vorteile wie mehr Zeitsouveränität und Selbstorganisation entstehen, gibt es
auch Risiken wie Überforderung, Zeitdruck, Vereinsamung und mangelnde
Kollegialität. Diese Entwicklungen beeinflussen alle Mitarbeitenden, unabhängig
davon, ob sie digital arbeiten oder nicht. Stress kann langfristig
gesundheitliche Folgen haben.
Die Interessenvertretung muss sich mit den
Möglichkeiten und Grenzen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Bezug auf
entgrenzte Arbeit, ständige Erreichbarkeit und das Arbeiten außerhalb des
Betriebs auseinandersetzen. Im Seminar werden moderne Ansätze und bewährte
Maßnahmen vorgestellt und praxisnah diskutiert.
Hier geht es
zum Seminar
Das Technologieforum der DTB
eine Institution beim
Thema Beschäftigtendatenschutz und Digitalisierung feiert 20 jähriges
Jubiläum.
Es erwarten Euch vom 18. bis 20. November 2025 in Berlin
spannende Diskussionen und tiefgehende Einblicke erfahrener Referentinnen und
Referenten.
Wir beleuchten wieder die aktuelle Herausforderungen und
Chancen der digitalen Transformation!
Hier Plätze
reservieren!
Viele liebe
Grüße, einen ruhigen Jahreswechsel und einen gesunden Start ins neue Jahr
wünscht Euch das Team der
dtb-Verwaltungs GmbH
Mail:
info@dtb-beratung.de
Tel.: 0561 /
70 575 70 Impressum Datenschutzerklärung
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