Beratung - Sachverständige für Betriebsräte und Personalräte

Die dtb-Datenschutz- und Technologieberatung

Die dtb - Datenschutz- und Technologieberatung berät seit 1999 Betriebsräte und Personalräte als Sachverständige bei der Regelung neuer Technologien, IT-Anwendungen, Softwaresysteme und bei der Sicherung des Arbeitnehmerdatenschutzes. Zudem hat die dtb Erfahrungen bei der Technikfolgenabschätzung wie z. B. Entgrenzung der Arbeit durch mobiles Arbeiten und medialer Überforderung.

Als Sachverständige für Datenschutz und IT-Systeme verbinden wir die Möglichkeit der Ausgestaltung vorhandener Mitbestimmungsrchte der Arbeitunehmervertretung mit dem Wissen um die technischen Möglichkeiten und erarbeiten mit den Betriebsräten und Personalräten sowie den Verantwortlichen Regelungsansätze für Betriebsvereinbarungen und Dienstvereinbarungen.

Arbeitnehmer-Datenschutz

Der Datenschutz gewinnt durch die europäische Gesetzgebung und die Veränderung der technischen Möglichkeiten zunehmend an Bedeutung. Die Informationsverarbeitung ist für die Unternehmen insbesondere im Rahmen der zunehmenden Digitalisierung von existenzieller Bedeutung. Datenschutzrechtliche Risiken liegen nicht nur in den Schwachstellen der Technik sondern auch bei der Umsetzung durch die Beschäftigten.

Mit der Unterstützung und Beratung durch die dtb-Datenschutz- und Technologieberatung kann durch eine saubere kollektivrechtliche Regelung von IT- und Kommunikationssystemen der Arbeitnehmer-Datenschutz besser umgesetzt werden. Die langjährife Expertise der dtb im Bereich des Datenschutzes hilft den Betriebsräten und Personalräten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sowie den Behörden, Unternehmen und Konzernen bei der Umsetzung eines wirkungsvollen Beschäftigten-Datenschutzes im Sinne Art. 88 Absatz 2 Datenschutz-Grundverordnung.

Angebote

  • Beratung als Sachverständige (nach BetrVG / PersVG)
  • Seminare für Arbeitnehmervertretungen
  • Inhaus-Schulungen
  • Auditieren von IT-Systemen (SAP, Office 365 …)
  • Check-Up vorhandener Dienst- / Betriebsvereinbarungen
  • Stellungnahmen zum Datenschutz in IT-Systemen
  • Datenschutzkonzepte für Personalrats- und Betriebsratsbüros
  • Erstellen und Aushandeln von Betriebs- und Dienstvereinbarungen
  • Erstellung und Begutachtung von Anlagen zu Vereinbarungen
  • Begutachtung von Berechtigungskonzepten von IT-Systemen
  • Beisitzer in Einigungsstellen
  • Moderationstätigkeit für Arbeitnehmervertretungen
  • Redner auf Betriebsrätekonferenzen und Personalversammlungen

Datenschutzaudit: Kontrolle von Betriebsvereinbarungen

Der Betriebsrat oder Personalrat hat „darüber zu wachen, dass die zugunsten der Arbeitnehmer geltenden Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen durchgeführt werden“, so will es das Betriebsverfassungsgesetz oder die Personalvertretungsgesetze. Aber wie kann ein Betriebsrat oder Personalrat dies bei den vielfältigen IT- und Kommunikationssystemen umsetzen?

Am besten direkt am System, zusammen mit den Beratern der dtb - Datenschutz- und Technologieberatung. Unsere Berater für Datenschutz und IT-Sicherheit darunter auch zertifizierten Berater für SAP-Systeme auditieren seit Jahren im Auftrag von Betriebsräten unter anderem folgende Systeme

  • SAP-Personaldatenverarbeitung (SAP HCM)
  • Workday / SuccessFactors
  • Telefonanlagen
  • Office 365 (Admincenter)

Dabei stellen wir fest, dass vielerorts Korrekturen notwendig sind, denn Art und Ausmaß der Datenverarbeitung sind oft unverhältnismäßig groß, so dass die schutzwürdigen Interessen der Beschäftigten auf der Strecke bleiben.

Wir prüfen am jeweiligen IT- und Kommunikatons-System, ob die gesetzlichen Vorschriften und die Regelungen der Betriebsvereinbarung samt ihrer Anlagen systemseitig umgesetzt wurden und sich an den tatsächlichen Erfordernissen des Arbeitsverhältnisses orientieren. Das bringt sowohl den Arbeitnehmervertretungen wie auch den Unternehmen und Konzernen Vorteile und Rechtssicherheit.

Technologieberatung – Sachverständigentätigkeit für den Betriebsrat nach § 80 (3) BetrVG

Welche Themen gibt es in der Beratung der Datenschutz- und Technologienberatung?

Gerade Systeme oder Basistechnologien, die auch Arbeitsprozesse verändern, sind in der Regelung einer Betriebsvereinbarung sehr komplex. Einige Beispiele aus unserer Beratungspraxis

 

  • Betriebsvereinbarungen zu SAP® und den unterschiedlichen Modulen inkl. Kontrolle der Vereinbarung und Auditierungen.
  • Rahmen-Betriebsvereinbarungen zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) – hier können sowohl die Mitbestimmung, die Verhandlungen zu solchen Systemen, der Datenschutz als auch der Ausschluss von Leistungs- und Verhaltenskontrolle sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter geregelt werden.
  • Personalinformationssysteme (Workday, SuccessFactors ...): Zunehmend werden Personalinformationssysteme (PIS) in die Cloud ausgelagert, wie z. B. Success Factors, Workday, Oracle, Loga und andere. Diese Systeme sollen die Verwaltung der Belegschaft vereinfachen. Personalinformationssysteme bieleten Lösungen, um die Personalauswahl zu automatisieren sowie Zielvereinbarungsprozesse zu erleichtern. Die Hinterlegung der Ziele und der Leistungsumsetzung in diesen Systemen kann die Beschäftigten über Standorte und Länder vergleichbar machen. Hierzu sind umfangreiche Regelungen notwendig.
  • Soziale Netzwerke – Plattform MS SharePoint® - neben der Regelung des reinen Systems, gilt es hier einen vernünftigen Umgang mit den vielen Daten der Mitarbeiter, den veränderten Arbeitsprozessen (Stichworte: Wiki, Blog, Zusammenarbeitsräume etc.) zu finden und in einer Betriebsvereinbarung zu regeln.
  • Mobiles Arbeiten, mobile Geräte (Bring Your Own Device): Neben Datenschutzfragen stehen hier Regelungen der Verantwortung beim Einsatz privater Hardware im Hinblick auf Sicherheit, Verfügbarkeit etc. sowie auf die Flexibilisierung der Arbeitszeiten im Fokus.
  • Office 365 - die Cloud-Lösung von Microsoft für die Standard-Anwendungen Word, Excel und PowerPoint wird von immer mehr Unternehmen gebucht und eingeführt. Doch es bleibt bei der Bestellung nicht bei diesen drei Anwendungen. Mit der Office-365-Wolke kommen viele Anwendungen für soziale Netze, virtuelle Zusammenarbeit und Kommunikation, die so eigentlich nicht eingeführt werden sollten. Jetzt sind sie aber da und nun nutzt man sie auch. Nun gilt es, die virtuelle Kooperation und Zusammenarbeit in sozialen Netzen zu regeln.
  • SalesforceVertriebsseteuerung– die umfangreiche Cloud-Plattform für Vertrieb, Marketing und Service.Da alle Informationen rund um den einzelnen Kunden aufgeführt sind, werden auch umfangreiche Leistungs- und Verhaltenskontrollen der Vertriebs- oder Servicemitarbeiter und -mitarbeiterinnen ermöglicht.
  • Videoüberwachung und Zutrittskontrolle: Was ist bei einer Videoüberwachung durch den Arbeitgeber erlaubt und was nicht? Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Beratung zu Video- und Zutrittskontroll-Systemen können wir auf vielerlei Lösungsansätze zurückgreifen. Dies gilt insbesondere auch für neuere Technologien wie Gesichtserkennung oder Verhaltensbeobachtung.
  • Weitere IT-Anwendungen wie z. B.:
    • Zeiterfassungssysteme
    • Unified Communications / Telefonanlagen
    • Dienstplan-Systeme
    • Lern-Management-Systeme (LMS) und E-Learning
    • Personalbewertungssysteme

Welche Vorteile hat der Betriebsrat beim Hinzuziehen eines Sachverständigen?

Entscheidender Vorteil einer Beratung durch die Sachverständigen der Datenschutz- und Technologienberatung ist deren Erfahrung und Sachkenntnis. Ziel ist es, die unterschiedlichen, oft auseinanderstrebenden Interessen von Arbeitgeber und Betriebsrat unter einen Hut zu bringen. Zugeschnitten auf die konkrete Situation in der sich Unternehmen und Beschäftigte befinden, werden durch unsere Erfahrungen und Kenntnis unterschiedlicher Lösungsmöglichkeiten bestehende Konflikte entschärft und es kommt zu einer zügigen Verhandlungslösung.

Was ist ein Sachverständiger im Sinne von § 80 Abs. 3 BetrVG?

§ 80 BetrVG Abs. 3:
„Der Betriebsrat kann bei der Durchführung seiner Aufgaben nach näherer Vereinbarung mit dem Arbeitgeber Sachverständige hinzuziehen, soweit dies zur ordnungsgemäßen Erfüllung seiner Aufgaben erforderlich ist. Für die Geheimhaltungspflicht der Sachverständigen gilt § 79 entsprechend.“ 

Beispiel:
Wenn ein neues EDV-System im Betrieb eingeführt wird, kann es erforderlich sein, über eine Regelung bezüglich von Leistungs- oder Verhaltenskontrolle gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG zu verhandeln. Damit ist auch die für die Hinzuziehung eines Sachverständigen notwendig erforderliche Mitbestimmung des Betriebsrats gegeben.

Wie ist es mit den Kosten?

Wenn ein Sachverständiger nach § 80 Abs. 3 BetrVG oder den Regelungen der PersVG erforderlich ist, trägt der Arbeitgeber nach § 40 Abs. 1 BetrVG die Kosten. Die dtb - Datenschutz- und Technologieberatung erstellt für einen Beschluss ein Angebot mit einer Aufwandsabschätzung, so dass alles transparent gestaltet werden kann.

Was muss der Betriebsrat tun?

Der Betriebsrat fasst einen Beschluss für die Hinzuziehung externen Sachverstands. Eine Vorlage könnt Ihr Euch hier herunterladen. 

Wenn Ihr noch Fragen zu unserer Tätigkeit oder zur Bestellung von Sachverständigen habt, dann sprecht uns an.
Unser Team steht Euch zur Verfügung

Zudem verfügen wir über ein großes Kooperationsnetzwerk von Fachleuten, so dass Betriebsräte und Personalräte immer das Fachwissen bekommen, das sie im konkreten Fall benötigen – ohne neuen Beschluss.